Archiv der Kategorie: Pressemitteilung

Jetzt mit Blick nach vorn handeln

Jugendverbände fordern zukunftsfähige Förderprogramme für den (Wieder-)Aufbau der Jugendarbeit nach der Corona-Krise

Stuttgart. Während an vielen Stellen die Auswirkungen der Corona-Krise evaluiert und diskutiert werden, werfen die Jugendverbände in Baden-Württemberg den Blick in die Zukunft. Und dort braucht es dringend Unterstützung. Zum einen, um die krisengebeutelten Strukturen vor Ort wieder fit zu machen; zum anderen, um die vielen neu entwickelten, oftmals digitalen Formate der Jugendarbeit beibehalten zu können.

„Nach fast einem Jahr, in dem sich die Jugendgruppen vor Ort nicht treffen konnten, müssen die Verbände wieder mehr Ehrenamtliche für Gruppenstunden, Zeltlager und die vielen anderen Aktivitäten eines Jugendverbands gewinnen; die ehrenamtlichen Strukturen müssen wieder aufgebaut werden. Dieser Aufbau wird Zeit brauchen. Daher muss ein langfristiges Förderprogramm aufgelegt werden und die institutionelle Förderung an die Bedarfe der Jugendverbände heute angepasst werden“, resümiert Alexander Strobel, Vorsitzender des Landesjugendrings, während der Vollversammlung seiner 33 Dachverbände.

TESTUNGEN FINANZIEREN, IMPFAUFKLÄRUNG VERSTÄRKEN

Eine weitere Hausforderung stelle auch die Testung bei Angeboten der Verbände dar: „Weil es für Kinder im Alter bis zwölf Jahre keinen Impfschutz gibt und die Impfempfehlung ab zwölf Jahren erst seit Mitte August besteht, bleibt für die Kinder- und Jugendarbeit vor allem der Test. Eine Änderung hin zu einer 2G-Strategie ist nicht möglich. Das muss natürlich bei der Ausgestaltung kommender Verordnungen berücksichtigt werden. Und das heißt, dass die Träger entsprechende finanzielle Unterstützung für die Durchführung notwendiger Schnelltests brauchen“, so Strobel weiter.

Zugleich sehen die Jugendverbände, dass nur eine flächendeckende Impfung gegen das Coronavirus der Weg aus der Pandemie ist. Gerade die Aufklärung unter Erwachsenen müsse daher verstärkt werden. Hintergrund ist, dass für die 1,26 Mio. Kinder unter 12 Jahren noch keine Impfempfehlung vorliegt – sie sind damit jetzt eine der gefährdetsten Gruppen für COVID. „Eine hohe Impfquote unter Erwachsenen ist aktiver Infektionsschutz für Kinder und Jugendliche“, führt Strobel aus, „daher fordern wir die Landesregierung dazu auf, die Impfaufklärung stärker als bisher voranzutreiben. Bei einer Impfkampagne für Jugendliche ab zwölf Jahren sind wir natürlich aktiv dabei.“

DIGITALE ANGEBOTE WEITER FÖRDERN

Außerdem fordern die Jugendverbände, digitale Angebote in die Regelförderung zu überführen. „Seit über einem Jahr finden grandiose Angebote digital statt. Dies ist ein großes Experimentier- und Lernfeld für Kinder, Jugendliche und Jugendverbände gleichermaßen. Natürlich braucht Kinder- und Jugendarbeit die realen Treffen, Begegnungen, Gespräche und den Austausch unter Gleichaltrigen. Doch die digitalen Angebote ergänzen dieses Angebot ganz hervorragend. Jetzt ist es an der Politik, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Verbände diese Angebote beibehalten und ausbauen können – ganz besonders Bildungsmaßnahmen und Qualifizierungen für das Ehrenamt“, erklärt Strobel. Digitale Angebote sind derzeit nur ausnahmsweise bis zum Jahresende förderfähig.


Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft von 33 Jugendverbänden auf Landesebene und von den Orts-, Stadt- und Kreisjugendringen. Er vertritt darüber hinaus die Interessen von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg.

Verantwortlich: Alexander Strobel (Vorsitzender)

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#jugendgehtbaden: Perspektive Sommerfreizeiten 2021

Jugendverbände starten Kampagne für Ferienfreizeiten – damit der Sommer für Kinder und Jugendliche nicht ins Wasser fällt

Stuttgart, 06.05.2021. Auch in diesem Jahr wollen die Jugendverbände und -ringe in Baden-Württemberg mit ihren Gruppenangeboten und Sommerfreizeiten Kindern und Jugendlichen eine Auszeit vom (Corona-)Alltag bieten. Und wieder steht in der Diskussion um Öffnungsschritte Planungssicherheit für solche Angebote hintenan. Mit der Gebärde für „zelten“ und dem Hashtag #jugendgehtbaden machen die Jugendverbände und der Landesjugendring darauf aufmerksam, dass es jetzt konkrete Öffnungsperspektiven für die Kinder- und Jugendarbeit braucht. Weiterlesen…

Vorstandswahlen im Landesjugendring Baden-Württemberg

Alexander Strobel neuer Vorsitzender

Stuttgart, 18.04.2021. Die Vollversammlung des Landesjugendrings wählte am Sonntag ihren Vorstand. Neuer Vorsitzender des Vereins ist Alexander Strobel. Der 46-jährige ist Landesreferent im Evangelischen Jugendwerk in Württemberg (EJW) und seit 2019 stellvertretender Vorsitzender des Landesjugendrings. Er tritt die Nachfolge von Reiner Baur an, der nach zwölf Jahren im Geschäftsführenden Vorstand des Landesjugendrings, davon zwei Jahre als Vorsitzender, feierlich verabschiedet wurde. Weiterlesen…

Wahlalter 16 ist überfällig!

Pressemeldung des Bündnisses Wahlaltersenkung Baden-Württemberg

Stuttgart, 14.09.2020. Im neuen Bündnis Wahlaltersenkung haben sich die Landesverbände der offenen, politischen und verbandlichen Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit zusammengeschlossen, um sich für das Wahlrecht junger Menschen einzusetzen. Sie fordern eine Senkung des Wahlalters in Baden-Württemberg auf 16 Jahre. Weiterlesen…

Professioneller im Jugendverband unterwegs – neue Online-Schulung für ehrenamtlich Aktive

eLearning-Plattform „BE MORE Community“ für Vorstände, Mandats­träger*innen,Jugendleiter*innen

Stuttgart. Die „BE MORE Community“ ist eine neue Web-Plattform für junge Menschen, die in Jugendverbänden oder anderen Jugendorganisationen Verantwortung übernehmen und ihren Verband weiterentwickeln möchten. Die vier Online-Kurse vermitteln Basics zu den Themen „Organisationsgrundlagen“, „Mitglieder“, „Führen“ und „Öffentliche Beziehungen“. Die Besonderheit: BE MORE ist ein internationales Kooperationsprojekt. Weiterlesen…

Junge Geflüchtete werden Jugendleiter*innen

Das Projekt “Youth Refugee Network” des Landesjugendrings bildete zehn Jugendleiter*innen mit Fluchterfahrung aus

Stuttgart, 23.03.2020. An zwei Wochenenden im Februar und März 2020 haben sich engagierte junge Erwachsene mit Fluchterfahrung mit Inhalten und Methoden der Jugendarbeit auseinanderge­setzt. Geschult wurden sie vor allem in ihren Fähigkeiten, Gruppen zu führen und Jugendfreizeiten zu organisieren. Die Teilnehmenden stammen aus Afghanistan, Gambia, Guinea und Syrien und wohnen in Donaueschingen, Filderstadt, Nagold, Stuttgart und Villingen-Schwenningen. Weiterlesen…

Jugendthemen sind Zukunftsthemen

Warum das Wahlalter 14 nur noch eine Umsetzungsfrage sein sollte

Stuttgart. Unsere Demokratie wird alt. Die Bundesrepublik Deutschland feiert dieses Jahr ihr 70-Jähriges Bestehen und ist damit in derselben Altersgruppe wie ein großer Teil ihrer Wahlberechtigten. Auch in Baden-Württemberg werden die, die durch politische Wahlen mitbestimmen dürfen, immer älter: laut statistischem Landesamt sind mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten über 60 – in zehn Jahren werden es fast die Hälfte sein. Da nimmt sich die Forderung des Landesjugendrings Baden-Württemberg, das Wahlalter mit 14 auf allen politischen Ebenen einzuführen, zunächst wie eine Maßnahme zur Beschönigung des Altersdurchschnitts bei Wahlen aus. Weiterlesen…

Artenschutz geht uns alle an!

Landesjugendring Baden-Württemberg begrüßt Eckpunktepapier der Landesregierung

Fellbach. Knapp 80% der Wild- und Kulturpflanzen ist in den gemäßigten Zonen abhängig von der Bestäubungsleistung von Wild- und Honigbienen, aber auch Schmetterlingen, Fliegen, Wespen und Käfern. Ohne Insekten wäre das Nahrungsmittelangebot deutlich kleiner. Aus Sicht der Jugendverbände in Baden-Württemberg ist der Artenschwund neben dem Klimawandel die zweite große Bedrohung, die die Gesellschaft zu bewältigen hat, um den Planet Erde als Lebensraum zu bewahren. Daher begrüßte die Vollversammlung des Landesjugendrings am Samstag, dass die Landesregierung den Impuls des Volksbegehrens Artenschutz aufgreift und im Dialog mit Landwirtschaft und Naturschutz an einer Problemlösung arbeitet. Weiterlesen…

Vielfalt ist normal – dafür stehen die Jugendverbände in Baden-Württemberg

Vollversammlung des Landesjugendrings Baden-Württemberg beschließt ihre „Leitsätze Für Vielfalt – Gegen Diskriminierung“

Fellbach. Rechte, demokratie- und menschenfeindliche Positionen finden seit Jahren viel Zuspruch. Vorurteile, Vorstellungen von Ungleichwertigkeit und abwertende Einstellungen sind nicht nur in der Mitte der Gesellschaft angekommen, sondern inzwischen verankert. Anders ist der Wahlerfolg der besonders in Thüringen von Rechtsextremen geprägten AfD nicht zu erklären.

Der Landesjugendring und seine 33 landesweit tätigen Jugendverbände sowie die knapp hundert Stadt- und Kreisjugendringe dagegen stehen ein für eine vielfältige und offene Gesellschaft – so vielfältig, wie die Jugendverbände in Baden-Württemberg sind. Dies machte er am Samstag mit seinem Beschluss „Leitsätze für Vielfalt – Gegen Diskriminierung“ deutlich. „Wir möchten ein klares Zeichen in Baden-Württemberg setzen. Wir werden zugleich diskriminierungskritische Arbeit noch stärker in unseren Strukturen verankern. Und wir wollen unsere Mitglieder dazu bewegen, durchaus kritisch die eigenen Haltungen zu hinterfragen“, erklärt Daniel Melchien, Vorstandsmitglied des Landesjugendrings. Weiterlesen…