Vollversammlung des Landesjugendrings

Gespräch über den Zukunftsplan Jugend mit Sozialministerin Altpeter

Auf der Vollversammlung des Landesjugendrings am 09.05.2015 sprach Sozialministerin Katrin Altpeter mit den rund 60 Delegierten der Jugendverbände in Baden-Württemberg. Themen dabei waren, neben der Finanzierung der Jugendverbandsarbeit, die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen und die Kinder- und Jugendrechte, sowie Vielfaltskultur.

Bei den Vorstandswahlen wurde Beate Baur zur neuen Fachvorständin Inklusion und Vielfalt gewählt. Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt. Außerdem wurden Beschlüsse zu der Weiterarbeit an den zentralen Ergebnissen des Kongresses “Tickets in Übermorgen” (Weiterentwicklung der Jugendverbandsarbeit), zur Verteilung der Bildungsreferent*innen-Stellen, dem Umgang mit Härtefällen bei den  Bildungsreferent*innen-Zuschüssen und zum Thema Anerkennen und Erinnern gefasst.

Zeichen gesetzt – Gespräch mit Sozialministerin Altpeter

Inzwischen ist Halbzeit beim Zukunftsplan Jugend und es wurde Zwischenbilanz gezogen. Besonders die Umsetzung der im Vertragswerk festgelegten Förderung der Jugendarbeit war Gegenstand der Diskussion. Die Sozialministerin betonte, ihr sei es wichtig, dass die Themen des Zukunftsplans Jugend und somit auch die Förderung bei den Verbänden vor Ort ankommen. Besonders hob sie dabei die Themen Partizipation und Vielfaltskultur hervor.

Als Interessenvertretung der Kinder und Jugendlichen in Baden-Württemberg ist es dem Landesjugendring ein Anliegen, dass die Kinderrechte in die Landesverfassung aufgenommen werden. Diese Ansicht teilte Katrin Altpeter. Sie betont: „Die Veranstaltungen im Jahr der Kinder- und Jugendrechte 2014 haben gezeigt, dass die Kinderrechte in der Landesverfassung mehr sind als ein Symbol – weil es den Kindern selbst ein wichtiges Anliegen ist.“ Die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen sei eine der wichtigsten Fragen, die es gemeinsam zu bearbeiten gilt: „Partizipation heißt: Beteiligung an Entscheidungsprozessen. Da müssen wir uns mehr darauf einlassen, alte Wege zu verlassen und neue Beteiligungsformen zu entwickeln“, sagt die Ministerin.

Zum Abschluss ihres Besuches setzte die Sozialministerin gemeinsam mit der Vollversammlung und einer Delegation von „Jugendliche ohne Grenzen“ mit einem Gruppenbild ein Zeichen für Toleranz und Vielfaltskultur.

Gruppenbild der Vollversammlung mit Delegierten von Jugendliche ohne Grenzen und der Sozialministerin
Gruppenbild für Toleranz und Vielfalt mit Sozialministerin Katrin Altpeter (rechts vom Plakat)

Neue Fachvorständin Inklusion und Vielfalt

Beate Baur wird die bewährte Arbeit des 2013 eingesetzten Fachbereichs weiterführen, der sich schwerpunktmäßig mit der Öffnung des Landesjugendrings für neue Vereine, Menschen mit Behinderung und pädagogischer Arbeit zum Thema Geschlecht und Sexualität (LSBTTIQ) beschäftigt. „Ein wichtiges Ziel bleibt natürlich, Vereine junger Menschen mit Migrationshintergrund beim Aufbau ihrer Vereins- und Verbandsstrukturen zu begleiten. Gleichzeitig wird aber auch die inklusive Öffnung für Jugendliche mit Behinderung in Vereinen und Verbänden in nächster Zeit eine wichtige Rolle spielen“, erklärt Baur die Aufgaben des Fachbereichs.

Die Sozialpädagogin aus Backnang ist seit 2013 für den Kreisjugendring Rems-Murr als Fachbereichsleitung für den Bereich Diversity tätig. Dazu gehört auch die Gremienarbeit in kommunalen, landkreisweiten und regionalen Bezügen.

Die vollständigen Pressemitteilungen können unter www.ljrbw.de/pressemitteilungen abgerufen werden.

Die Beschlüsse finden sich unter www.ljrbw.de/landesjugendring/beschluesse.