Landesjugendring Baden-Württemberg begrüßt neues Förderverfahren für Hauptamt in den Jugendverbänden

Zumeldung zur Regierungspressekonferenz vom 10.07.2018

Stuttgart. Heute präsentierte die Landesregierung die neue Verwaltungsvorschrift für die Förderung von Bildungsreferent*innen im Bereich der verbandlichen und offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit. Bildungsreferent*innen unter­stützen als Hauptamtliche in vielen Jugendverbänden die Arbeit der Ehrenamtlichen – und machen deren Angebote, wie die beliebten Ferienfreizeiten, überhaupt erst möglich. Daher setzt sich der Landesjugendring seit jeher für eine verlässliche Förderung dieser Stellen ein.

Mit dem Ergebnis des vorerst abgeschlossenen Prozesses ist der Landesjugendring sehr zufrieden; besonders drückte der Schuh bei der Dynamisierung der Förderung – dem schafft die neue Regelung nun Abhilfe: „Die in der Verwaltungsvorschrift angekündigte jährliche Erhöhung der Förderung sorgt dafür, dass die Träger in der Kinder- und Jugendarbeit verlässlich kalkulieren können. Und sie stellt sicher, dass steigende Gehälter für qualifiziertes Personal nicht zum finanziellen Problem für die Träger werden“, erklärt Reiner Baur, stellvertretender Vorsitzender des Landesjugendrings.

Dass dabei die Förderung weiterer „BiRef“-Stellen herausgesprungen ist, 60 anstatt der bisher 56 geförderten, ist für den Landesjugendring erfreulich – auch wenn es aus seiner Sicht hier noch Luft nach oben gibt: „Angesichts der gesellschaftlichen Entwicklungen, beispielsweise wird Demokratiebildung immer wichtiger, wären deutlich mehr Stellen wünschens­wert. Dazu kommt, dass die Arbeit der Jugendverbände sich in einem immer engeren rechtlichen Rahmen bewegt, zuletzt mit den Neuerungen beim Datenschutz. Auch da braucht es hauptamtliche Unterstützung“, gibt Baur zu bedenken.

Zufrieden ist man auch mit der Zusammenarbeit mit dem Sozialministerium: „Die Sorgen und Nöte der Praktiker*innen der Kinder- und Jugendarbeit werden im Ministerium gehört und man sucht gemeinsam nach tragfähigen Lösungen“, lobt Baur den Dialog mit den Verantwortlichen. „Die jetzt vorliegende Verwaltungsvorschrift ist eine gute Rechts­grundlage für eine transparente und verlässliche Förderung von Bildungsreferent*innen in der Kinder- und Jugendarbeit“, so sein Fazit.

Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft von 33 Jugendverbänden auf Landesebene und von den Orts-, Stadt- und Kreisjugendringen. Er vertritt darüber hinaus die Interessen von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg.

Verantwortlich: Reiner Baur (stellvertretender Vorsitzender)

Pressemitteilung als PDF (140,9 KiB)