Klassismus – oder „Die da unten“

Soziale Abwertungsmechanismen erkennen und engegenwirken, Fortbildung, 04.-05.06. in Stuttgart

Der Begriff Klassismus beschreibt die Erfahrung persönlicher Diskriminierung von Menschen als gesellschaftliches und strukturelles Problem. Erfahrungen von Ausgeschlossenheit und Abwertung in der Gesellschaft betreffen auch zahlreiche Kinder und Jugendliche. Wie können diese Erfahrungen in der konkreten pädagogischen Praxis thematisiert werden?

Ökonomischer Erfolg als Glücks-Messlatte und die Eigenverantwortung zum Erreichen dieses Ziels werden in unserer neoliberal geprägten Gesellschaft sehr hoch gehängt. Gleichzeitig ist aber Realität, dass Menschen über lange Zeit und systematisch von dafür notwendigen Ressourcen, und damit von zentralen Anerkennungskriterien dieser Gesellschaft, ausgeschlossen bleiben. Zahlreiche, abwertende Stereotype ranken sich um die „Unterschicht“, die Geringverdienenden, etc. . Sie werden oft als „Schmarotzer“, als faul, dumm, roh und verwahrlost dargestellt. Soziale Abwertungserfahrungen beeinflussen auf vielfältige Weise das alltägliche Leben der Menschen.

Inhalte der Fortbildung

  • Nach welchen Regeln und Mechanismen funktioniert Klassismus?
  • Wie können wir ökonomische Problemlagen und daraus resultierende Abwertungen in der Kinder- und Jugendarbeit aufgreifen?
  • Wie erfahren Kinder und Jugendliche das Ausgeschlossensein und die Abwertung in der Gesellschaft und wie thematisieren wir diese Erfahrungen in der konkreten pädagogischen Praxis?

Die Fortbildung besteht aus einem theoretischen und einem praxisbezogenen Teil, der auch eine Exkursion beinhaltet.

Organisatorisches

Termin: 04. bis 05.Juni
Ort: Karl-Kloß-Jugendbildungsstätte Stuttgart // Am Sportpark 2, 70469 Stuttgart

Kosten: 330€

Fachliche Auskünfte: Sabine Röck, sabine.roeck@jugendakademie-bw.de

Buchung: www.jugendakademie-bw.de/veranstaltungen/event/92-veranstaltungen-2019/41-klassismus-oder-die-da-unten