Das war der Jugendlandtag 2017

Fruchtbare Diskussionen und konkrete Forderungen

125 Jugendliche aus ganz Baden-Württemberg haben am Jugendlandtag 2017 teilgenommen. Vom 07. bis 08. November trafen sie sich im Landtag, um miteinander und mit Landtagsabgeordneten ihre Sicht der Dinge zu diskutieren und ihre Anliegen an die Politik heran zu tragen. Heraus kam ein Kommuniqué, das die Arbeit an den Forderungen der Jugendlichen sicherstellen soll.
Vorausgegangen waren 23 Jugendkonferenzen, die in den vergangenen Monaten im ganzen Land stattgefunden haben. Dort diskutierten Jugendliche vor Ort mit Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker*innen über ihre Themen. Ihre Diskussionen waren Grundlage für die Weiterarbeit beim Jugendlandtag.

Highlights der beiden Tage waren neben den themenspezifischen Diskussionen in zehn Workshops – davon drei in leichter Sprache – die Rede des kalifornischen Gouverneurs Edmund Gerald „Jerry“ Brown, die die Teilnehmer*innen live im Plenarsaal verfolgen konnten, sowie das gemeinsame Abendessen mit Landtagspräsidentin Muhterem Aras und weiteren Vertreter*innen der baden-württembergischen Spitzenpolitik. Aras zeigte sich begeistert vom Engagement der teilnehmenden Jugendlichen und forderte sie auf, sich aktiv in die Politik und Gesellschaft einzubringen. Die Teilnehmer*innen wiederum freuten sich über die große Zahl an Abgeordneten, die sich Zeit für den Jugendlandtag nahmen und die Augenhöhe, mit der sich alle Beteiligten begegneten.

Ob ihre Argumente gefruchtet haben, konnten die Teilnehmer*innen bei der jugendpolitischen Debatte am zweiten Tag nachverfolgen. In dieser bekannten sich die jugendpolitischen Sprecher der Fraktionen zur Notwendigkeit der Beteiligung Jugendlicher in der Landespolitik. In den Diskussionen forderten die Teilnehmer*innen unter anderem eine Wahlaltersenkung auf 16 Jahre, eine Stärkung des Politikunterrichts an Schulen sowie die Förderung der Medienkompetenz von Lehrkräften. Ebenso wurde die Umsetzung des §41s der Gemeindeordnung (verpflichtende Jugendbeteiligung in Kommunen) diskutiert und ein höheres Engagement für den Umweltschutz angemahnt.

Zum Abschluss des Jugendlandtages wurde ein gemeinsames Kommuniqué unterzeichnet. In ihm wird geregelt, wo die Diskussionen des Jugendlandtages weitergehen: In den kommenden zwölf Monaten werden die Teilnehmer*innen zu verschiedenen Veranstaltungen eingeladen sein, bei denen sie die Abgeordneten vor Ausschusssitzungen oder Plenardebatten  wiedertreffen und ihre Anliegen noch einmal anbringen können.

Der Jugendlandtag und die vorausgehenden Jugendkonferenzen finden alle zwei Jahre statt. Träger ist der Landtag von Baden-Württemberg, federführend wird das Projekt durch den Landesjugendring organisiert. Weitere Projektpartner sind die Landezentrale für politische Bildung und der Ring der politischen Jugend.

Einen Eindruck von den zwei Tagen vermittelt der Kurzfilm zum Jugendlandtag: