Jugendlandtag 2015: Große Wertschätzung für die Jugendlichen

Abschlussveranstaltung des Projekts “Was uns bewegt” war ein voller Erfolg

Mit der Übergabe eines Positionspapiers an Landtagspräsident Wilfried Klenk endete am Mittwoch, 15. Juli 2015, der vierte Jugendlandtag Baden-Württemberg. An zwei Tagen diskutierten über 100 Jugendliche ihre Themen und Vorstellungen mit Landtagsabgeordneten und erstmals auch mit neun Ministerinnen und Ministern. Die Jugendlichen wurden von 32 Regionalkonferenzen als Delegierte nach Stuttgart entsandt. Über 2.200 junge Menschen im Alter von 15 bis 18 Jahren hatten in den letzten zwölf Monaten in den Regionalkonferenzen ihre Anregungen an die Politik formuliert. Diese bildeten die Basis für die Beratungen auf Landesebene.

Die Arbeitsgruppen der Jugendkonferenz erarbeiteten Forderungen, die zur Abstimmung gestellt wurden. Diejenigen, die eine Mehrheit unter den Jugendlichen fanden, flossen in ein Positionspapier ein, das zum Abschluss des Jugendlandtags an Landtagspräsident Wilfried Klenk übergeben wurde. Sie forderten unter anderem Rede- und Antragsrechte für junge Menschen auf allen politischen Ebenen, mehr Zeitressourcen für ehrenamtliches Engagement, z.B. auch im schulischen Kontext, oder eine Sondersteuer auf Plastiktüten. Eine Gruppe forderte eine stärkere Sensibilisierung für die Belange von Menschen mit einer Behinderung. Zum Download der Forderungen des Jugendlandtags.

Gegenseitiges Verständnis ist wichtig

Landtagspräsident Wilfried Klenk war voll des Lobes: „Wir waren überrascht, mit welchem Engagement und welchem Wissen die Jugendlichen ihre Anliegen formuliert haben. Die jugendlichen Perspektiven sind sehr erhellend. Zum Beispiel ist mir wieder ganz klar geworden, dass Jugendliche im ländlichen Raum viel mehr auf einen funktionierenden Nahverkehr angewiesen sind. Der Jugendlandtag 2015 hat gezeigt, dass es richtig ist, gemeinsam mit den Landkreisen und Kommunen solche Formen der Beteiligung zu verstetigen und auszubauen.“

Für den Landesjugendring ist der Jugendlandtag in der jetzigen Form eine deutliche Verbesserung der Artikulation von Jugendinteressen in Baden-Württemberg. Die Vorsitzende, Kerstin Sommer: „Die jungen Frauen und Männer haben sich sichtlich gut vorbereitet und brachten sich direkt und deutlich ein. Die Landtagsabgeordneten waren in den Diskussionen ganz schön gefordert. Uns sind solche direkten Gespräche sehr wichtig, da dadurch das beiderseitige Verständnis wächst und die Themen von jungen Menschen mehr ins Blickfeld kommen. Ein besonderes Erlebnis für die Jugendlichen war das Frühstück mit insgesamt neun Ministerinnen und Ministern. Das empfanden sie als große Wertschätzung.“

 

Mehr Infos zum Jugendlandtag, Bildeindrücke und die Forderungen gibt’s unter http://wasunsbewegt-bw.de/