Das war der Kindergipfel 2018

Bunt und kreativ ging es am 09. Juni im Landtag zu

80 Kinder kamen am 9. Juni 2018 im Landtag zusammen, um Landespolitiker*innen zu sagen, was sie bewegt. Dabei wurde es bunt und kreativ: zusammen mit dem Landesverband der Kunstschulen wurden acht Themenworkshops vorbereitet, in denen die Kinder ihre Anliegen kreativ bearbeiten konnten. Dabei wurde getanzt, gemalt, gewerkt und gesprayt. Am Ende hatten die Kinder nicht nur gemeinsam diskutiert, was sie sich von der Landespolitik erwarten, sondern diese Forderungen auch in faszinierenden Kunstwerken ausgedrückt.

Dass es kein ganz normaler Tag im Landtag von Baden-Württemberg werden würde, war von vorne herein klar. Hunderte Luftballons schmückten das Landtagsgebäude und machten deutlich: Heute geben die Kinder den Ton an. Daneben sorgten das Spielmobil Freiburg und Zauberer Dr. Marrax für Unterhaltung, bis es endlich losging.

Begrüßt wurden die Kinder von Landtagspräsidentin Muhterem Aras, die zu Beginn deutlich machte, wie wichtig es ist, sich auch als Kinder einzumischen und die eigene Meinung zu vertreten. Auch Bendix Wulfgramm, der stellvertretende Vorsitzende des Landesjugendrings motivierte die Kinder, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, wenn es um ihre Anliegen geht.

Das konnte bei den folgenden Workshops gleich umgesetzt werden. Und es wurde kreativ: erstmals in der Geschichte des Kindergipfels wurde kreativ-künstlerisch an den Themen gearbeitet. Dazu kooperierte der Landesjugendring mit dem Landesverband der Kunstschulen Baden-Württemberg, dessen Dozentinnen und Dozenten die acht Workshops mit Leben füllten. Nach der Debatte, was den Kindern wichtig ist und welche Änderungen sie sich wünschen, wurden diese mit unterschiedlichen künstlerischen Methoden bearbeitet. Während der Workshop „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ die Außenfenster des Hauses des Landtags mit Sprühkreise verzierte, baute der Workshop zum Thema Umweltschutz eine menschengroße Stele aus Müll. Noch größer wurde es im Workshop „Beteiligungsrechte für Kinder“: über drei Meter groß waren die Fensterbilder, die die Kinder an die Scheiben des Landtagsgebäudes klebten. Im Untergeschoss entstand derweil eine Friedensmauer und der Workshop „Kindgerechte Stadt“ gestaltete seine eigenen Wahlplakate.

Unterbrochen wurde der Tag durch die Mittagspause, die neben der Nahrungsaufnahme auch dem körperlichen Austoben diente. Neben dem Spielmobil war es vor allem das Kinderschminken, an dem sich lange Schlangen bildeten und das für noch mehr Farbe an diesem Tag sorgte.

Ab dem Nachmittag waren dann auch die Abgeordneten des Landtags vor Ort und freuten sich auf den Austausch mit den Kindern. Der startete intensiv mit einer Hausrallye. Die war nur zu lösen, wenn die Kinder mit den Abgeordneten zusammenarbeiteten. Hilfreich war dabei die Grundregel des Tages, dass alle Anwesenden per-du waren. So wurde aus der Landtagspräsidentin Fr. Aras „die Muhterem“ und auch die Abgeordneten waren einfach „der Andrea“ oder „die Christine“.

In den anschließenden Gesprächsrunden stellten die Kinder ihre Kunstwerke und die darin enthaltenen Themen vor und diskutierten diese mit dem Landtagsmitgliedern. Im anschließenden Gallery Walk wurden die Ergebnisse mit allen Teilnehmer*innen geteilt.

Einen Eindruck vom Tag vermittelt die Bildergallerie des Landtags.

Wir danken ganz herzlich dem Landesverband der Kunstschulen Baden-Württemberg und seinen Dozent*innen, für die tatkräftige Unterstützung bei der Gestaltung der Workshops!

Der Kindergipfel ist eine Veranstaltung des Landtags von Baden-Württemberg und wird zusammen mit der Landesarbeitsgemeinschaft Kinderinteressen und dem Landesjugendring Baden-Württemberg im Rahmen des Programms Was uns bewegt durchgeführt.