Das war der Jugendlandtag 2019

27 Forderungen an den Landtag von Baden-Württemberg // Die wichtigste Forderung der Jugendlichen: Die Absenkung des Wahlalters auf Landesebene!

Für den Jugendlandtag am Mittwoch, 26. Juni, und Donnerstag, 27. Juni, sind 175 Jugendliche aus ganz Baden-Württemberg nach Stuttgart gereist – so viele wie noch nie bei einem Jugendlandtag. Einige von ihnen haben an den 22 Regionalkonferenzen teilgenommen, in denen insgesamt 1.500 junge Menschen ihre Ideen für ein besseres Baden-Württemberg diskutiert hatten. „Ihr repräsentiert die Stimme der Jugend im Austausch mit den Abgeordneten und den Mitgliedern der Regierung“, sagte Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) in ihrer Begrüßungsrede am Mittwoch.

In insgesamt neun verschiedenen Workshops beschäftigten sich die Jugendlichen interessiert und engagiert mit Themen wie Klimaschutz, Digitalisierung und Mobilität, andere Gruppen debattierten zu Bildung, Jugendbeteiligung und Ehrenamt oder zur Zukunft Europas und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Am Mittwochspätnachmittag stießen dann die Abgeordneten dazu. Die Jugendlichen erarbeiteten in engagierten Diskussionen ihre Kernforderungen. Die wichtigste war dabei die Absenkung des Wahlalters auf Landesebene. Der Workshop Mobilität war sich einig, dass die Politik ein Landesticket für Baden-Württemberg einführen solle, das nicht mehr als einen oder zwei Euro am Tag kostet. Die Jugendlichen, die sich mit Klimaschutz befassten, fordern eine Verschärfung der Regelungen für Massentierhaltung, sowie ein Verbot der Fleischwerbung und Schockbilder vergleichbar mit denen auf Zigarettenpackungen.

Bereits am Mittwochabend fand das sogenannte „Spitzen-Vesper“ statt, an dem sich Abgeordnete aller Fraktionen und Mitglieder der Regierung beteiligten. Höhepunkt des zweiten Tages war die jugendpolitische Debatte, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jugendlandtags live verfolgen durften.

„Wir haben einen tollen Jugendlandtag mit intensiven Diskussionen zwischen Jugendlichen und Landtagsabgeordneten erlebt“, fasste Reiner Baur, Vorsitzender des Landesjugendrings, seine Eindrücke zusammen. „Durch den Jugendlandtag wurde klar, dass die Jugendbeteiligung auf Landesebene konsequent ausgebaut werden muss. Das bedeutet zunächst, das Wahlalter auf allen Ebenen abzusenken. Das heißt für uns aber auch, dass Jugendliche durch den Jugendlandtag aktiv die Landespolitik mitgestalten können müssen. Daran werden wir mit dem Landtag weiter arbeiten.“

Alle 27 Forderungen, die die Jugendlichen beim Jugendlandtag gestellt haben, sind unter folgendem Link zu finden: https://wasunsbewegt-bw.de/die-jugendlichen-stellen-27-forderungen-an-den-landtag-von-baden-wuerttemberg-welche-dass-sind-erfahrt-ihr-hier/