Post-2015-Entwicklungsagenda der Vereinten Nationen – da geht noch was!

Anknüpfungspunkte für die Jugendarbeit in BW

Das Jahr endet und mit ihm die Dekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ (BNE) der Vereinten Nationen (UN).  Die Dekade hat Impulse gesetzt, lässt aber noch viel Raum zur Weiterentwicklung in den nächsten Jahren. Neben der Verankerung von ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit in Lehrplänen, wäre es in Zukunft wünschenswert auch die Jugendarbeit stärker strukturell einzubinden – auch in Entscheidungsprozesse auf politischer Ebene. Doch wie? 

Das lief 2014

Einzelne Jugendverbände haben sich mit Projekten in die BNE Dekade eingebracht. Daneben gab und gibt es auch viele Aktivitäten, die kaum an die Öffentlichkeit gelangen. Natürlich sind junge Menschen, auch in Jugendverbänden, in Bezug auf diese Themen sehr unterschiedlich interessiert. Meist lassen sie sich aber zumindest für Teilthemen gewinnen. So hat auch jeder Verband einen anderen Schwerpunkt mit thematischer Schnittstelle zu BNE. Hier einige Beispiele:

Auch der Landesjugendring hat mit seinem Projekt Jugendarbeit – zukünftig nachhaltig Impulse gesetzt.

Wie geht es weiter?

Neue Impulse zur Stärkung der Nachhaltigen Entwicklung – auch der Rolle der Jugendverbandsarbeit in diesem Bereich – kommen nun von den Vereinten Nationen:

  • Die UN entwickelt in der Nachfolge der Millenniumsziele derzeit „Sustainable Development Goals“ (SDG). Im Entwurf der SDG ist v.a. Ziel Nr. 4 für die Jugendarbeit interessant: „Eine inklusive, gerechte und qualitativ hochwertige Bildung sicherzustellen und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern.“ Die Bedeutung von BNE und die Rolle der Kultur für die nachhaltige Entwicklung (Punkt 4.7) werden hervorgehoben. Es wird betont, dass einschlägige Kenntnisse und Fertigkeiten in die Lehrpläne und Ausbildungsprogramme integriert werden müssen.
  • Als Nachfolgeaktion der BNE-Dekade wird die UNESCO ein Weltaktionsprogramm Bildung für Nachhaltige Entwicklung für 5 Jahre aufgelegt. Im Entwurf hierzu sind Jugendliche als Zielgruppe/Akteure sogar mehrfach angesprochen. Einerseits direkt, dann als Teil der NGOs und zudem können Jugendgruppen vor Ort als lokale Akteure eng mit den Aktivitäten der Kommunen verbunden werden.

Der Landesjugendring will weiterhin lokale Gruppen und Stadt- und Kreisjugendringe ermutigen, sich als Akteure in Prozesse vor Ort einzubringen. Gleichzeitig werden wir die Arbeit der Jugendverbände und Jugendringe im Bereich der Nachhaltigen Entwicklung weiter qualifizieren und bieten folgenden Service:

Wir greifen das Thema auch auf unserem Kongress Ticket ins Übermorgen am 31.1.2015 auf.

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