“dreimaldrei” – Ein Modellvorhaben zur Stärkung der Jugendringe vor Ort

KVJS-Modellvorhaben soll Strukturen kommunaler Jugendringe stärken

Mit der Entscheidung des Landesjugendhilfeausschusses begannen im Herbst 2015 zehn, jeweils auf drei Jahre hin angelegte Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Jugendhilfe in Baden-Württemberg. Das vom Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) geförderte Modellvorhaben “dreimaldrei” verantwortet der Landesjugendring. Er wird exemplarisch an voraussichtlich drei Standorten Jugendringe dabei unterstützen, ihre  Strukturen zu stärken. Die Debatte mit kommunalen Entscheidungsträgern soll dabei intensiviert werden.

Drei Ziele sind mit dem Vorhaben verbunden:

  1. Jugendringe vor Ort als legitime und moderne Form der Partizipation – hier verstanden mit den Aspekten der politischen Beteiligung und gesellschaftlichen Teilhabe von Kindern und Jugendlichen – (neu) verankern,
  2. ehrenamtliches Engagement attraktiv(er) zu machen und
  3. den kommunalen Entscheidungsträger*innen die Bedeutung der Ringe für Selbstorganisation, politische Beteiligung und Interessensvertretung (neu) verdeutlichen.

Mit dem Vorhaben soll es gelingen, den Mehrwert hauptberuflicher Unterstützung der Ringe v.a. auf Kreisebene deutlich zu machen. Außerdem soll vermittelt werden, dass diese Aktivitäten für Kinder und Jugendliche eine wichtige Investition in die Zukunft der Kommunen sind und dass damit die Verbundenheit junger Menschen mit der Region gestärkt wird.

Erfolgreiche Jugendpolitik braucht starke Jugendringe und handlungsfähige Ringe brauchen notwendigerweise aktive Unterstützung aus Politik und Verwaltung vor Ort, so unsere These.

Deshalb denken wir Jugendringe explizit in Kooperation zu kommunalen Stellen. In den Modellregionen (die eine große Heterogenität repräsentieren) wollen wir gelungene Modelle für moderne Jugendringarbeit entwickeln und implementieren. Wir schaffen Entwicklungsräume innerhalb der demokratisch legitimierten und grundsätzlich erfolgreichen Struktur Jugendringe für moderne Formen der Beteiligung, politische Einmischung und ehrenamtliches Engagement.

Mit erfolgreicher Implementierung moderner und attraktiver Ringstrukturen und Beteiligungsmöglichkeiten in den Modellregionen soll daher auch landesweit die Neuartigkeit des Ansatzes herausgestellt werden und damit auf andere Regionen im Land ausstrahlen. Der Erfolg und die nachhaltige Verankerung des Modellvorhabens misst sich daran, dass Jugendringe folgendermaßen wahrgenommen werden:

  • Jugendringe dienen der guten Vernetzung von Jugendverbänden und Kommunen,
  • Jugendringe bündeln effektiv Ressourcen der Jugendarbeit auf Kreisebene,
  • Jugendringe knüpfen auf Basis klarer demokratischer Strukturen enge Netzwerke und ermöglichen direkte Beteiligung und Partizipation,
  • Jugendringe greifen neue und aktuelle Themen (jenseits von Fördermitteln) auf: Inklusion, demographischer Wandel, Partizipation und Mobilität.

In Lörrach, Tübingen und dem Main-Tauber Kreis haben wir dazu mit der Arbeit begonnen. Weitere Informationen und erste Ergebnisse werden wie in loser Folge auf der LJR Homepage im Fachbereich Kommunales und Partizipation veröffentlichen.